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Gourmetica Mentiri

Crepidula

Eingestellt am 21. Mai 2005 um 11:43 Uhr » Jeena Paradies

Als ich gestern durch den Wald spazierte fiel mir auf dass es übermäßg viele kleine Welpen gab, die sich im alten Laub so etwas wie kleine Ringkämpfe geboten haben. Es waren kleine Bernardiner Welpen.

nachdem ich schon am zehnten solchen Ringkampf vorbeikam setze ich mich ein wenig abseits hin um einem dieser Kämpfe doch ein wenig länger, als nur beim vorbeilaufen, beizuwohnen. Als ich mir das ganze etwas genauer ansah, bemerkte ich dass das gar keine Welpen waren, es waren ausgewachsene Bernardiner im Miniformat. Aber das erstaunlichste passierte genau dann als der Kampf aufhörte.

Aus dem Boden kamen kleine Schneckenartige Wesen mit Armen und Beinen heraus, fingen die Hunde ein und verwschwanden mit ihnen unter dem Laub. Dabei gab es für jeden Hund an die zwanzig Wesen, zehn von ihnen hielten den Hund mit Seilen fest, die sie um den Hals un um jede Pfote herumwickelten und die zehn anderen hatten die Aufgabe das Loch zu buddeln, in welches dann alle samt dem Minihund verschwanden. Das ging nicht besonders schnell, aber immerhin mussten sie das Loch so groß graben, dass auch der Hund reinpasste.

Nachdem nur noch der Schwanz des Hundes zu sehen war wagte ich mich näher an die zwei Löcher heran um zu sehen wohin sie denn führten, aber kaum war ich ca. 2 Meter an sie herangekommen versank ich in der Erde, die offensichtlich völlig von diesen Wesen durchlöchert wurde, immer weiter im Laub, als ob es Treibsand gewesen wäre. Bald ragte nur noch der Kopf heraus. Ich betete zu Gott, dass er mich doch bitte irgendwie hier rausholen solle als ich plötzlich ganz im Laub versank. Gleichzeitig hatte ich aber auch plötzlich absolut gar keinen Halt unter meinen Füßen, nicht einmal das bischen was ich wärend des Versinkens hatte.

Ich stolperte sogleich in ein Tunnelähnliches System. Es schien als ob diese schneckenartigen Wesen überall wo sie entlangliefen ein Sekret absonderten, welches durch seine fluoriszierende Wirkung ein kleines bischen Licht absonderte. Ich musste also fast zwangsläufig den Spuren folgen um nicht völlig in der Dunkelheit verrück zu werden - was angesichts der Tatsache, dass ich unter der Erde lebendig begraben war, gar nicht so verwunderlich wäre.

Ich folgte also den Spuren - die übrigens entsetzlich rochen, ich kann mich an keinen wiederlicheren Gestank erinnern - bis zu einer großen Höle an dessen Rand ich angekommen bin. Just in diesem Augenblick umzingelten mich diese Schneckenartigen Wesen und banden mit mit ihren winzigen Seilen fest, so dass sie mich zu hunderten ohne größere Probleme tragen konnten. Ich kam ins Gefängnis, wo auch all diese kleinen Hunde waren. Nach ein paar Tagen konnte ich mich so langsam mit ein paar der Hunde anfreunden, das erstaunliche dabei war, dass diese - im Gegensatz zu den Schneckenartigen Wesen - sprechen konnten.

Einer von ihnen hieß Phubert, er war so zu sagen der Gefängnisinsassen Gewerkschaftsführer. Da aber in Gefängnissen die Gewerkschaft nicht wirklich viel zu sagen hat, war er eher so etwas wie der König hier in Schweden ein Representator ohne Macht. Er erzählte mir die Geschichte wie sie damals hier in die Fänge der Crepidula. Sie bilden die höchstenwickelte Tierklasse aus dem Stamm der Mollusca (Weichtiere). Phubert erklärte mir dass sie früher eigentlich ganz normale Bernardiener waren, dann aber in die Fänge der Crepidula gerieten und durch die Flüssigkeitsarme Nahrung während der letzten drei Jahre immer weiter schrumpften bis sie so klein wurden wie sie jetzt sind.

Sie wurden nur zur Unterhaltung gehalten, sie waren die modernen Gladiatoren der Crepidulaner. Sie trugen Kämpfe aus und der Sieger bekam Futter im Gegensatz zum Verlierer, so haben von den Ursprünglich an die 50 Hunde bis heute nur 20 diese Tortur überlebt.

Fortsetzung


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