Tagebuch einer Katze
Vor einem halben Jahr lasen wir darüber wie es für PhiloSuff ist ein Haustier zu haben. Jetzt ein Auszug aus dem Tagebuch seiner Katze (auch zu finden auf haresnet.com), wir sehen so zu sagen die Welt von der anderen Seite aus:
Auszug aus dem Tagebuch
Tag 4.283 meiner Gefangenschaft.
Meine Wärter versuchen weiterhin mich mit kleinen Objekten an Schnüren zu locken und zu reizen. Ich habe beobachtet wie sie sich den Bauch mit frischem Fleisch vollschlagen, während sie mir nur zerstampfte gekochte Reste von toten Tieren mit kaum definierbarem Gemüse vorsetzen. Die einzige Hoffnung die mir bleibt, ist die einer baldigen Flucht. Währenddessen erlange ich Genugtuung in dem ich das eine oder andere Möbelstück zerkratze.
Morgen werde ich mal wieder eine Zimmerpflanze fressen. Heute habe ich es beinahe geschafft, einen Wärter durch schleichen zwischen den Beinen zu Fall zu bringen und ihn dadurch zu töten. Ich muss einen günstigen Moment abpassen, zum Beispiel wenn er sich auf der Treppe befindet. Um meine Anwesenheit abstoßender zu gestalten, zwang ich Halbverdautes wieder aus meinem Magen auf einen Polstersessel. Das nächste Mal ist das Bett dran. Mein Plan, ihnen durch den geköpften Körper einer Maus Angst vor meinen mörderischen Fähigkeiten einzuflößen ist auch gescheitert. Sie haben mich nur gelobt und mir Milchdrops gegeben. Was wiederum gut ist, weil mir davon schlecht wird.
Heute waren viele ihrer Komplizen da. Ich wurde für die Dauer deren Anwesenheit in Einzelhaft gesperrt. Ich konnte hören, wie sie lachten und aßen. Ich hörte, dass ich wegen einer “Allergie” eingesperrt wurde. Ich muss lernen, wie ich diese Technik perfektionieren und zu meinem Vorteil nutzen kann.
Die anderen Gefangen sind Weicheier und wahrscheinlich Informanten. Der Hund wird oft frei gelassen, kommt aber immer wieder freudestrahlend zurück. Er ist offensichtlich nicht ganz dicht. Der Vogel dagegen ist garantiert ein Spion. Er spricht oft und viel mit den Wärtern. Ich glaube, dass er mich genauestens beobachtet und jeden meiner Schritte meldet. Da er sich in einem Stahlverschlag befindet, kann ich nicht an ihn ran. Aber ich habe Zeit. Mein Tag wird kommen…



1 Monika aus San José/Spanien schrieb am 28.01.2006:
Hallo, ich habe mich vor Lachen gekringelt! Das ist Humor vom Feinsten, herzlichen Dank!
2 Anonym schrieb am 01.04.2006:
einfach genial ......
3 Steffi schrieb am 03.05.2006:
Die Geschichte handelt eindeutig von meiner Katze!!! Hier die Bilanz nach 3 Wochen Gefangenschaft: 5x die Zimmerpflanze ausgebuddelt und Blätter gefressen, 2x auf den Esszimmerstuhl gekackt, 3x auf die Couch gekotzt, 10x in der Wohnung gekotzt, jeden Tag an Couch und Stühlen gekratzt und es ist kein Ende in Sicht.
4 diny schrieb am 15.06.2006:
gibts davon noch mehr??
5 karin aus deutschland schrieb am 10.11.2006:
hallöle und hallo - soso, gefangenschaft und so?? nur genial das ganze! kann mann(frau) das auch in buchform bekommen? wäre ganz toll!!!