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Gourmetica Mentiri

Die Porzellanpuppe - ein Weihnachtsmärchen

Eingestellt am 10. November 2006 um 07:31 Uhr » Jeena Paradies

Porzellanpuppe Es war einmal eine Porzellanpuppe Sie hatte wunderschöne goldene lockige Haare und das Gesicht einer Prinzessin. Sie wohnte in einer Kiste mit anderen Sachen, die man nur sehr sehr selten brauchte. Manchmal wurde sie mit dem Lametta und anderem Weihnachtsschmuck zu Weihnachten ausgepackt und stolz den Besuchern präsentiert, aber manchmal vergaß man sie auch in dieser Kiste.

Der grüne Frosch war der beste Freund der Porzellanpuppe. Sie spielten sehr oft miteinander, halfen sich gegenseitig wenn notwendig aus der Patsche und unternahmen auch sonst oft etwas zusammen.

Eines Tages im Sommer bekam der Frosch einen Brief, in dem er über Weihnachten zum Surfen zu alten Freunden auf der anderen Seite des Flusses eingeladen wurde. Sofort lief der Frosch zur Porzellanpuppe und fragte sie, ob sie denn Lust hätte mit ihm mitkommen wolle, und dass er sich unheimlich freuen würde, wenn sie das täte. Dort könnten sie dann zusammen Weihnachten feiern und viel Spaß beim surfen und baden haben.

grüner Frosch mit Mütze Die Porzellanpuppe wollte gerne mitkommen, gab aber zu bedenken, dass sie ja im Gegensatz zum Frosch nicht schwimmen konnte, und deshalb nicht wisse wie sie über den großen Fluss auf die andere Seite kommen solle. Aber da wusste der Frosch eine gute Lösung. Er würde für die Beiden ein Schiff bauen mit dem sie zusammen auf die andere Seite des Flusses übersetzen können würden.

Von da an arbeitete der Frosch in jeder freien Minute am Schiff mit dem sie zusammen über den Fluss fahren würden. Er entwarf einen Plan, sammelte Holz und sägte es zu, baute das Grundgerüst des Schiffes, verkleidete dieses mit Brettern, strich alles mit wasserdichter Farbe ein, möblierte das schiff mit Möbeln aus seinem Haus und besorgte auch Vorräte damit sie auch genügend zu Essen und zu Trinken während der großen Fahrt hatten.

Es dauerte Monate bis das Schiff Gestalt annahm und langsam fertig wurde. Wenn er alleine über den Fluss wollte, würde er einfach rüberschwimmen, Frösche sind ja sehr gute Schwimmer und können auch unter Wasser atmen. Trotz dessen dass die Arbeit manchmal schwer von Statten ging freute sich der Frosch auf den gemeinsamen Ausflug mit der Porzellanpuppe.

Als er schon fast fertig war, hörte man von draußen, außerhalb der Kiste, dass auch im Haus die Weihnachtsvorbereitungen losgingen. Plötzlich wurde die Porzellanpuppe sehr komisch und wollte anstatt mit ihrem besten Freund zum Surfen doch lieber unbedingt zu Weihnachten von den Kindern aus der Kiste geholt werden, damit diese ganz viel mit ihr spielen, sie ganz lieb haben und mit ihr kuscheln. Und so stellte sie sich, anstatt sich hinter dem Osterschmuck zu verstecken ganz ganz vorne hin beim Lametta, damit sie unbedingt nicht übersehen wird.

Der kleine grüne Frosch wurde traurig und versuchte die Porzellanpuppe zu überreden, immerhin hatte er sich das ganze halbe Jahr seit Sommer so viel Mühe mit dem Schiff gegeben, und das nur damit die Porzellanpuppe mitkommen konnte. Aber es war nicht zu ändern, als die Besitzer die Kiste öffneten kam sie mit als erstes heraus und wurde zur Zier auf den Wohnzimmertisch gestellt.

Es blieb dem kleinen grünen Frosch nichts anderes übrig als nun doch alleine über weihnachten zum Surfen zu seinen alten Freunden zu fahren. Das Geschenk welches er für seine Freundin besorgt hatte musste er sich dann selbst schenken, es war ein Goldfisch. Es war schön den Goldfisch als Freund zu haben und sie schwammen gemeinsam zur anderen Seite des Flusses um dort Weihnachten gemeinsam mit den alten Freunden des Frosches zu feiern und zu surfen.

Die Puppe unterdessen war geblendet von den vielen bunten Lichtern, Farben und Düften, die sich im ganzen Haus verbreiteten. Sie freute sich schon sehr darauf von allen bewundert zu werden und mit den Kindern zu spielen.

Eine Woche vor Weihnachten kamen auch die Enkel des alten Ehepaares mit ihren Eltern, da sie zusammen Weihnachten feiern wollten. Am ersten Tag der Ankunft gab es Rouladen mit Klößen und Rotkraut. Dazu musste aber der Tisch im Wohnzimmer aufgeräumt werden. Die Mutter der Kinder räumte alles vom Tisch, auch die Porzellanpuppe. Diese stellte sie neben das Sofa auf den Boden. Doch leider konnte die Porzellanpuppe nicht richtig stehen und fiel nach links hinter das Sofa.

Nach dem Mittagessen wurden alle Sachen wieder auf den Wohnzimmertisch gestellt, aber die Puppe wurde hinter dem Sofa völlig vergessen. Und so lag sie dort ganz alleine. Niemand holte sie hinter dem Sofa hervor und sie verbrachte sie ganz Weihnachten dort, ohne dass auch nur ein einziges mal von jemandem bewundert wurde oder dass ein Kind mit ihr gespielt hätte.

Erst eine Woche nach Weihnachten entdeckte sie die alte Frau beim nachweihnachtlichen Hausputz und steckte sie wieder in die Kiste.


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