Was mir an heutigen Weblogs nicht gefällt stelle ich hier zur Diskussion | 19. März 2005 um 13:51 Uhr /
Es passieren in letzter Zeit Sachen in der Blogosphäre, die mir irgendwie ganz und gar nicht gefallen wollen. Es sind technische Sachen dabei, aber vor allem Verhaltensmuster die mir übel aufstoßen. Vielleicht habt ihr auch bei manchen Sachen genau das gleiche Gefühl und wollt meine Liste ergänzen, oder Ihr denkt völlig anders – teilt mir eure Sicht der Dinge mit.
Ich versuche mal eine Liste zu erstellen. Diese werde ich nach »Dringlichkeit« sortieren.
Verhalten
Herdenverhalten
Viele laufen wie eine Herde durch das Internet. Wenn (zum Beispiel) einer der »großen« Blogger über eine Firma schimpft, laufen alle dort hin und schimpfen mit, ohne selbst zu recherchieren ob es berechtigt ist oder nicht. Meistens gerät das so außer Kontrolle, dass nicht einmal der Initiator mehr entgegen steuern kann. Das schlimmste aber ist, dass diese Herde deshalb auch noch stolz auf sich ist.
Flickr, Furl, del.icio.us, Einzeiler, Sideblog
Diese ganzen Zusatzdienste von verschiedenen Anbietern sind ja an sich ganz Nett und selbst ich nutze sie ab und zu mal. Aber was haben die eigentlich im Haupt-RSS Feed zu suchen? Anscheinend versucht man hastiges Treiben im Blog zu simulieren. Das schlimme – anscheinend klappt das, denn obwohl einige schon seit Monaten keinen richtigen Eintrag geschrieben haben werden sie weiterhin gelesen und die Beliebtheit nimmt nicht ab. Wenn wir so weitermachen haben wir bald ein Bloggernetz, welches nur noch aus Verlinkungen auf Verlinkungen aber ohne jeglichen Content besteht.
Sinnlose Seitentitel
Manuela hat es eben erwähnt, wenn ihr euch schon die Mühe macht einen richtigen Beitrag zu schreiben dann gebt ihm auch einen Sinnvollen Titel. Das hilft mir beim Bookmarken und euch bei den Suchmaschinen.
Beschäftigung mit sich selbst
Wenn man so durch manche Blogs schlendert bekommt man mittlerweile ziemlich oft den Eindruck, dass es für sie nur noch die »Blogosphäre« gibt und sonst nichts anderes. Naja vielleicht noch die bösen herkömmlichen Medien die schlecht über Blogs reden. Es bringt in meinen Augen allen nur wenig, wenn man sich nur noch mit sich selbst beschäftigt, es gibt doch so viele tausend mal interessantere Themen als Blogs worüber man schreiben könnte, aber nein.
Technik
Hier möchte ich eigentlich nur auf ein paar Sachen aufmerksam machen, die zwar nicht so schlimm sind wie die oberen, aber wenn keiner darauf aufmerksam macht dann bleibt es wohl für immer so ;-).
Weblog Tuning
Ihr kennt doch diese getunten, tiefergelegten und breitreifigen Golf GTI, oder? Genau so wirken auf mich zur Zeit einige Weblogs. Kommentarfelder mit all dem Editierzeugs, Captchas, Trackbacks, Pingbacks, flickr, del.icio.us, MaBlogLog, Technorati, Technorati Tags, Gravatare, das alles sollte nicht der Sinn und Zweck eines Weblogs sein, sondern höchstens Beigabe. Manche Weblogs sind damit aber so überladen, dass das durchsurfen derer zur zähen Qual wird. Denkt daran, jedes Plugin kostet Performance und jeder Fremdanbieter noch viel mehr.
Das große Problem zur Zeit ist aber, dass sich die Weblogbetreiber damit so sehr beschäftigen, dass es dort fast keine sinnvollen Inhalte mehr gibt, sondern nur noch Informationen zu coolen Plugins und Hacks. Diese Technik ist ja auch nichts schlechtes, nur sollte sie nicht zum reinen Selbstzweck eingesetzt werden und die eigentlichen Inhalte übertönen.
Zu wenig Multimedia
Das stört mich sogar bei meinem eigenen Blog. Man kann in Form von kurzen Filmen komplexe Sachverhalte viel besser vermitteln als mit Text und dennoch nutzt diese Möglichkeit kaum jemand. Mehr Information an anderer Stelle.
Blogroll
Die Linklisten zu anderen Weblogs sind meistens wirklich viel zu lang. Oft sind die Seiten dann auch gar nicht aktuell oder gar Tod. Dennoch bleiben die Links drin, warum? Ich dachte ein Blogroll ist dazu da um zu zeigen welche Seiten man selbst gut findet und auch regelmäßig besucht.
www.
Das www. vor der Domain ist völlig unnötig. Es gibt heutzutage (fast) keinen einzigen Fall mehr, in dem man es als Seitenbetreiber nutzen müsste. Mehr Informationen dazu gibt es unter no-www.org.
Wie gesagt wenn euch noch etwas einfällt dann bitte ich um Kommentare, bzw. eine Diskussion darüber.
Kommentare
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Marcel Widmer schrieb am 19.03.2005
Hallo Jeena!
Da bin ich aber froh, dass ich das als Blog-Neuling (Blog seit etwas mehr als einem Monat) nicht allein so sehe! In meinem "Schlaumachen" über Blogs, meinen Überlegungen (pro und contra Weblog) sind mir diese Themen auch aufgefallen.
Nichts gegen die Freiheit im Internet: Wer blogt, weil es ihm Spass macht, eine Blog-Software zu "tunen" und nonstop zu erweitern: OK, kann ein prima Hobby sein. Wer sein Blog als Sammelbüchse verwendet, um festzuhalten, was er im Netz so alles gefunden hat (Einzeiler): auch OK.
Was mich aber doch mächtig nervt ist der missionarische Eifer dahinter. Und die unmittelbar darauf folgende Einteilung in "gute Blogger" und "schlechte Blogger". Ein paar Müsterchen:
* Das/der Blog: wer "der Blog" schreibt ist schon mal unten durch (Outing: ich sage DER Blog!)
* Sind Blogger Journalisten?: wer nicht dafür einsteht, dass Blogging die einzig wahre Art der Informationsvermittlung ist, ist ebenfalls unten durch
* Blog-Design: wer ein Standard-Design für seinen Blog verwendet, ist sowieso unten durch (Shopblogger lässt grüssen ;-) )
* usw. usf.
Kurz: es gibt Blogs, die dienen dem Selbstzweck, nämlich dem Betreiben eines Blogs. Und es gibt Blogs, da ist der Blog einfach ein mögliches Mittel, um Inhalte (welcher Art auch immer) zu ermitteln.
In meinem JobBlog will ich Gedanken, Tipps usw. zum Thema Business & Karriere veröffentlichen (bisher habe ich das in einem monatlichen Newsletter getan). Und diese Information soll für die LESER (und NICHT für die Bloggerszene) so aufbereitet sein, dass sie für den LESER a) interessant, b) verständlich und c) einfach zu bekommen ist. Das und nix anderes!
"Der Köder muss dem Fisch schmecken, nicht dem Fischer!"
In diesem Sinne ...
Christian Kruse aus Dortmund / DE schrieb am 19.03.2005
Hallo Caesar,
das www vor den Domains hat durchaus seinen Sinn. Viele Indernett-Neulinge (sogar auch Nicht-Neulinge) geben es automatisch mit an, eine Adresse ohne www davor koennen sie sich gar nicht vorstellen. Es wird ja von den Medien auch immer so propagiert. Sieht man gut bei SELFHTML: wir bekommen auf jede der Subdomains eine nicht zu verachtende Anzahl von www.subdomain-Hits. Deshalb ist es durchaus im Sinne der Nutzerfreundlichkeit, beides parallel zuzulassen.
Gruesse,
CK
Jeena Paradies aus Varberg schrieb am 19.03.2005
Gegen beides gleichzeitig hat ja auch niemand was, nur wird sich das Vorurteil des muss www. niemals verflüchtigen, wenn jeder darauf setzt. Ich zum Beispiel lasse es hier auf der Seite zu, leite aber sichtbar für jeden auf die nicht-www Adresse um. Wenn jetzt irgendjemand einen Link kopiert sieht er immer dass er ohne www. ist und wundert sich vielleicht ein wenig. Dann probiert er es auch mal ohne www. und ist beeindruckt dass es auch so funktioniert ;-).
Wie du schon sagtest, viele wissen gar nicht um die nicht-Notwendigkeit des www. im URL, deshalb wollte ich es hier auch mal gleich mit ansprechenm auch wenn es nicht direkt etwas mit Blogs zu tun hat.
Mario aus D schrieb am 19.03.2005
hmmmm, mich stört es, wenn sich Leute an andere Leute Hobby und wie sie das ausgestalten stören.
Will heißen: Wenn Groupies hinterrennen, Plugin-Sammler- Plugins sammeln, Blogroll-Schreiber, 10kByte große Blogrolls schreiben ist das genau einer Person ihr Problem: Der, der dies so macht.
Keiner ist verpflichtet, ein mit Flickr, Captchas, www usw. vollgepackten Blog zu lesen.
Und keiner sollte sich anmasen solch ein Verhalten an den Pranger zu stellen.
Mein Blog. Mein Blog! Mein Blog!!! MEIN BLOG!!111!
Jeena Paradies aus Varberg schrieb am 19.03.2005
Warum tust du es dann gerade hier? ;-)
Mario aus D schrieb am 19.03.2005
Versteh jetzt so ganz spontan die Frage nicht?
Jeena Paradies aus Varberg schrieb am 19.03.2005
Du prangerst doch an, dass ich anprangere oder?
Manuela aus Berlin schrieb am 19.03.2005
Also, ich finde, es steht jedem frei, sein Blog so zu gestalten, wie es persönlich am besten gefällt. Ob das eine tiefergelegte oder die Installversion ist, interessiert mich dabei überhaupt nicht. Was ich interessant finde, das lese ich. Wenn etwas interessant gestaltet ist, freue ich mich, wenn mir erklärt wird, wie man das macht. Nur weil mich ein Thema nicht interessiert, kann ich nicht davon ausgehen, dass dies bei anderen auch so ist.
Was hast Du gegen Zusatzdienste? Mal davon abgesehen, dass viele unheimlich sinnvoll sind, machen andere auch noch Spaß. Und dabei geht es doch beim Bloggen, oder?
Ich stimme Dir vollkommen zu, dass verschiedene Feeds angeboten werden sollten, wenn Zusatzdienste verwendet werden.
Viele Grüße aus Berlin nach Schweden, Manuela
Jeena Paradies aus Varberg schrieb am 19.03.2005
Das hat niemand bestritten.
Das schrieb ich bereits:
Ihr versteht diesen Beitrag bisher fast durchweg als Angriff auf eure Vorlieben. Die Intention war aber die Seiten von Weblogs aufzuzeigen, die nicht nur mich stören und nerven, sondern auch viele Leute, mit denen ich mich über Blogs unterhalte. Nehmt das nicht als Angriff auf eure Persönlichkeit auf, sondern als konstruktive Kritik. Was ihr davon dann übernehmt oder nicht ist ganz allein eure Sache.
Manuela aus Berlin schrieb am 19.03.2005
Hmm, also als Angriff habe ich das gerade nicht aufgefasst, gehe aber schon immer noch davon aus, das Jeder seine Favoriten findet und die aus ganz eigenen Gründen auch gern besucht. Wenn mich etwas an einer Webseite nervt - Blog oder nicht - dann lese ich sie einfach nicht mehr. So kenne ich das auch von anderen.
Die Definition von "sinnvollen Inhalten" ist auch eher subjektiv, oder?
Jeena Paradies aus Varberg schrieb am 19.03.2005
Ich muss gestehen, dass ich das mittlerweile nicht mehr so ganz glaube, siehe dazu den ersten Punkt meiner Aufzählung. Die Leute lassen sich viel zu leicht eine Meinung aufzwängen, ich denke man könnte es irgendwie als das »Bildzeitungsyndrom« bezeichnen, obwohl das nicht wirklich so zutrifft. Allerdings lesen viele verschiedene Weblogs weil sie gerade »in« sind um »mitreden« zu können, was leider all zu oft im einfachen nachplappern endet.
Ich weiß auch dass das nicht nur ein Problem der Blogger ist, aber bei den verschiedenen arten von Internetnutzern ist es mir vor allem bei Bloggern massiv aufgefallen. Deshalb spreche ich es an. Ich zeige auch auf niemanden: du bist so, entweder die Leute merken dass sie gemeint sind und machen sich gedanken darüber - egal welcher art - oder sie merken nicht dass sie gemeint sind, vielleicht sind sie ja auch gar nicht gemeint, das kann ich auch nicht entscheiden sondern das muss jeder für sich machen.
Wenn man es so sehen will ist alles subjektiv. Ich denke dass niemand von uns einen bsolut objektiven Menschen kennt, aber das geht schon langsam ins philosophische.
Manuela aus Berlin schrieb am 19.03.2005
Ganz ehrlich gesagt, ich hoffe, Du überschätzt das Herdenverhalten. Das kann ich aber leider nicht einschätzen. Wenn es so wäre, wie Du schreibt, wäre es echt traurig.
Als ich die "subjektiven Inhalte" ansprach, meinte ich, dass es doch bei den meisten Blogs schon bestimmte Themenbereiche gibt, und da liest man halt, was einen interessiert. Es gibt natürlich auch die, die über "Gott und die Welt" berichten. Auch das ist sinnvoll ...
Jeena Paradies aus Varberg schrieb am 19.03.2005
Das hoffe ich auch.
Götz aus Karlsruhe/Fellbach (D) schrieb am 19.03.2005
Hallo ihr,
ich muß mich mal ein wenig hinter Jeena stellen.
Ich seh das meiste eigentlich ähnlich.
Der ganze Quark mit dem viele Blogs vollgepflastert sind interessiert doch an sich niemanden. Naja, wen's glücklich macht ok.
Was mich in Blogs bzw. allgemein auf (privaten) Internetseiten stört ist Werbung. Das fehlte noch in Deiner Liste ... :)
Und weil oben jemand was zu Standarddesigns sagte: Ich find Standarddesigns auch blöd, aber wenn wenigstens dann der Inhalt stimmt ok. Es ist doch irgendwie langweilig, wenn viele Blogs bis auf die Überschriften gleich aussehen, finde ich zumindest.
Worauf es ankommt ist Inhalt! Hoffentlich überschätzen wir alle das Herdenverhalten ...
MfG Götz
Matthias Ripp aus Bamberg schrieb am 19.03.2005
Ich gebe Jeena prinzipiell recht. Der Inhalt ist bei manchen Blogs wirklich mager. Allerdings weiß ich auch, das gerade das Schreiben von Inhalt wirklich viel Arbeit ist, wenn man es sorgfältig macht! Ich brauche für einen ausführlichen Eintrag der einigermaßen ansehnlich formatiert ist und ein paar Links beinhaltet gut eine Stunde. Ein Sonderfall ist allerdings, daß mein Blog zweisprachig ist und das Übersetzen immer zeitintensiv ist!
Ich denke viele Blogs sind einfach nicht vergleichbar. Es gibt welche in denen in ein oder zwei Sätzen auf eine Nachricht die woanders veröffentlich wurde hingewiesen wird und es gibt Blogs wo lange, ausführliche und gut formulierte Artikel zu finden sind (letztere lese ich lieber).
Mario aus D schrieb am 19.03.2005
Ich muss ja erstmal lesen um etwas zu bewerten. Und wenn ich es eh gelesen habe, kann ich ja gleich mal meinen Kommentar dazu druntersetzen :-)
Jeena Paradies aus Varberg schrieb am 19.03.2005
Und genau dazu ist ja auch die kommentarfunktion gedacht ;-).
Mario aus D schrieb am 19.03.2005
nee? Echt jetzt? ;-)
Schönes Wochenende!
Mülli aus Stuttgart schrieb am 20.03.2005
Also Punkt 2 stimme ich uneingeschränkt zu, schon allein deshalb weil ich gar nicht kapiert habe wozu diese ganzen Dienste gut sind. Jedermann erwähnt sie, aber keiner erklärt sie. Gut, dass Flickr eine webtaugliche Bilddatenbank ist hab ich kapiert, aber wo ist der Riesenzusatznutzen? Ist nur eine rethorische Frage, denn wenn ich mir alles anschauen und alles ausprobieren müsste, worüber ich beim Lesen von Blogs täglich stolpere, käme ich zu gar nichts anderem mehr.
Ich denke auch, dass die Blogs vieler Leute eigentlich auch gar nicht die Bezeichnung "Blog" verdienen. Meine Site z.B. betrachte ich als ganz normale private Homepage, weil ich eben nicht jeden Tag auf Teufel komm raus einen Eintrag mache und auch in keinem Blogverzeichnis gelistet bin. Hat zwar auch damit zu tun dass hauptsächlich mein weiterer Freundeskreis die Seite besucht, aber andererseits fürchte ich fast den Traffic, der damit auf einen zurollt...
Moe aus Gießen schrieb am 20.03.2005
Weblogs werden durchaus nich von jedem primär als Mittel zur Informationsübermittlung verstanden, und das ist auch gut so. Dass heisst, das es keinerlei Basis gibt nun zu fordern daß jemand aussagekräftige Titel, "saubere" Recherche oder keine Ahnung was benutzt, nur weil er seine wie-auch-immer gearteten Inhalte in einem Blog veröffentlicht.
Die Forderung, doch bitte keine Linkdumps ins Blog einzubinden verstehe ich einfach nicht. Absurd kommt mir die Annahme vor, "Anscheinend versucht man hastiges Treiben im Blog zu simulieren". Was in aller Welt veranlasst Dich zu der Vermutung, dass *das* für irgendjemanden *der* Grund sei, sich einen Linkdump anzulegen und die Zeit zu investieren diesen auch zu führen? Weil das alles Poser sind?
Die als technisch bezeichneten Forderungen kommen mir letztendlich auch normativ vor. Zum Beispiel ist der Sinn einer Blogroll keineswegs zwingenderweise, dem Leser eine kurze, gut sortierte Blogroll stets aktueller Weblogs zur Verfügung zu stellen. Eine Blogroll ist keine *Dienstleistung*. Oft genug dient die Blogroll der Herausbildung "sozialer" Netzwerke, und die definieren sich nicht durch kurze Liste oder dauerhaft aktive Blogs.
Das www. ist völlig geläufig und empirisch die Norm. Genug Webserver sind auch so schlecht konfiguriert, daß man das www. benutzen *muss*. Und das wird sich nicht ändern wenn nun ein paar Blogger das www. entfernen.
Multimedia ist keineswegs einfach per se und an sich gut oder anschaulicher (das ist ein alter pädagogischer Irrglaube), Captchas "zum Selbstzweck" habe ich noch nie gesehen, und und und...
Sorry falls das jetzt etwas harsch klingt, aber ich tu mich gerade wirklich schwer diese Ansicht nachzuvollziehen, die Du da äusserst.
Jeena Paradies aus Varberg schrieb am 20.03.2005
Nene, kein problem, ich habe ja um eine Diskussion gebeten.
Du hast recht, ich habe es versäumt zwischen den verschiedenen Arten von Weblogs zu differenzieren und habe zu sehr verallgemeinert.
Ich habe das aufgeschrieben, weil mir das vor allem in letzter Zeit sehr unangenehm aufgefallen ist - und nicht nur mir - dass sich immer mehr Weblogs dahin verwandeln. Ntürlich könnte ich sie einfach alle aufhören zu lesen, aber dann die Liste schon sehr dünn. Ich bin der Meinung, dass die Leute sich dessen vielleicht einfach nur nicht so ganz bewusst sind dass sie durch solche umwandlung interessierte Leser verlieren und hoffte mit diesem Eintrag einen Denkprozess in gang zu setzen - in welche Richtung auch immer.
Moe aus Gießen schrieb am 20.03.2005
Yap, ich denke es macht auf jeden Fall Sinn mal festzuhalten, daß es ebensoviele Blogging-Styles wie Betrachtungsweisen gibt.
Da kann es durchaus helfen, sich mal darüber bewusst zu werden was einem selbst liegt und was man sucht, und was nicht.
René aus Dresden schrieb am 20.03.2005
Meine Gedanken:
man sollte immer zwischen personellen und themenspezifischen WebLogs unterscheiden. Wenn es um das Thema geht, sollte es auch um das Thema gehen. Bei einem privaten isses dagegen passend: der Autor befaßt sich damit - und legt seine Erkenntnis ab. So nutze ich auch meinen Blog.
zu den ganzen Features: ext. Dienste finde ich nicht unbedingt vorteilhaft ... aber die meisten WebLog-Systeme liefern doch schon fast alle möglichen und unmöglichen Features mit. D.h. kaum Mehraufwand, trotzdem da ...
zur Blogroll: ich gebe einfach nur drei Zufallslinks aus (ich spiele mit dem Gedanken, auf 5 zu erweitern). Damit bleibt die Seite übersichtlich - man hat immer mal was neues dabei ... (und als Spezial-Hightlight: dazu ne OMPL-Liste zum Importieren im RSS-Reader.)
eine Andere Idee gibt es z.B. bei unblogbar -> Leseliste wird per JavaScript unsichtbar gemacht - und erst bei Klick sichtbar.
zum WWW: ehrlich ... ob man nun das www eintippt oder wegläßt, sind vier ASCII-Zeichen Unterschied. Ich bin zu faul, daß immer tippen zu müssen. Anderen isses egal .. also kann man´s doch lassen, wie es ist ...
zur Multimedia: ein Bild sagt mehr als Tausend Worte ... aber: eine Skizze zu entferfen kostet auch Zeit ...
don schrieb am 21.03.2005
abgesehen davon, dass jeder auf seinem weblog tun und lassen [können sollte] was er will, sind gerade track- und pingback keine nutzlosen golf gti features.
trackbacks erfüllen oft auch schon einfach den zweck, dass die qualität der kommentare zunimmt, weil man sie ja in sein eigenes weblog schreiben muss. und in seinem eigenen blog gibt man sich evtl mehr mühe als wenn man nur irgendwo zu besuch ist (obwohl es ja eigentlich anders sein müsste..)
und dass die einträge in meinem blog untereinander vernetzt sind, ich also sehe, wenn ein neuer eintrag sich auf einen alten bezieht, ist einfach ein nützliches feature. ich glaube nicht, dass man damit jemanden beeindrucken könnte.
Jeena Paradies aus Varberg schrieb am 21.03.2005
Mensch lest doch bitte den Text den ich geschrieben habe. Ein neuer verchromter Auspuff macht noch lange keinen getunten Golf GTI aus, da gehört schon wie ich oben geschrieben habe mehr dazu.
don schrieb am 21.03.2005
naja, vielleicht ist die tuning-golf analogie auch einfach unpassend gewesen. an einem proll-fahrzeug befindet sich eben nichts, was irgendwie sinnvoll wäre. selbst die spoiler verschlechtern die aerodynamik meisst eher als sie zu verbessern. die ganzen weblogfeatures sind ja für sich erstmal sinnvoll. wobei die autodiskussion langsam OT wird ;)